1. Anwendung von Giotto für Planeten

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Saturn Foto Copyright 2002, Frank Specht, mit Celestron 8'' SC, 2fach Barlowlinse, Philips ToUcam Pro

Schritt 1:

Grundvoraussetzung ist das Vorliegen eines AVI-Videos mit einer Auflösung von 320x240 Pixeln.
Im Menue "Bearbeiten" den ersten Eintrag "Addiere Bilder direkt..." anwählen und im nun erscheinenden Dialog folgende Werte einstellen:
Je nach Qualität des Films kann die Verwendungsrate auch niedriger (bei schlechten Filmen) oder höher (bei guten Filmen) ausfallen.
Ist die Auflösung des Films größer als 320x240 Pixel, dann die "Superresolution" auf "einfache Auflösung" einstellen.

Anschließend auf den Button "Weiter" klicken.

Schritt 2:

Es folgt der Dateiauswahldialog, in dem man nun sein AVI-File auf der Platte auswählt.



Mit "Öffnen" startet Giotto automatisch die Mittelung der Einzelframes des Videos. Das summierte Bild liegt im Puffer A.


Schritt 3:

Als nächstes folgt eine leichte Schärfung des Bildes in Puffer A. Dazu ruft man im Menue "Bearbeiten" den Eintrag "Schärfen und Filtern ..." auf und stellt folgende Parameter ein:



Achtung! Darauf achten, dass das Ergebnis in Puffer B abgespeichert wird. Auf "Gut" klicken und die Berechnung erfolgt in Sekundenschnelle.
Die Ergebnisse aus Puffer A und Puffer B können nun zur Nachbearbeitung abgespeichert werden. Ich verwende für Puffer A das Dateiformat FITS und für Puffer B das Dateiformat TIFF. Grund: FITS speichert 16Bit pro Farbkanal, d.h. ich habe keinen Informationsverlust. Jedoch kann Photoshop keine FITS-Bilder laden, daher ist das nächst bessere Format TIFF (8-Bit pro Farbkanal, unkomprimiert).


Schritt 4: Bildnachbearbeitung in Photoshop

Die Bildnachbearbeitung funktioniert nach demselben Verfahren wie die Eliminierung der Vignettierung!
  • Das TIFF-Bild in Photoshop laden
  • Mit der Pipette den dunkelblauen Hintergrund anklicken
    mit SHIFT-STRG-N neue Ebene erzeugen
  • mit Taste G das Füllwerkzeug auswählen und in die neue Ebene klicken.
  • Anschließend diese Ebene mit STRG-I invertieren und Ebenenmodus "Farbig nachbelichten" einstellen.
  • Beide Ebenen auf Hintergrundebene reduzieren.
  • Dann das Bild auf doppelte Bildgröße hochrechnen
  • nochmals "Unscharf maskieren..." mit denselben Einstellung wie zuvor wählen
  • anschließend mit Störungsfilter "Staub und Kratzer entfernen...", Radius 3, die Rauschpixel entfernen und
  • Bild auf Originalgröße verkleinern

Schritt 5:

Ich empfehle grundsätzlich die Aufnahme von mehreren Videos à 20 Sekunden Länge bei mind. 10 Frames pro Sekunde. Damit erhält man pro AVI-File mindestens 200 Einzelbilder, die es zu addieren gilt. Hat man nun mehrere AVIs auf diese Weise aufgenommen, können die Einzelergebnisse aller Bearbeitungen erneut überlagert werden. Dadurch verringert sich das Rauschen noch weiter und man kann in Photoshop weitere Bearbeitungsschritte (wie etwa Unscharfe Maskierung) anwenden, um das Gesamtergebnis zu verfeinern. Für den Saturn bspw. habe ich 17 AVI Videos verarbeitet (insgesamt ca. 1700 addierte Bilder).